Nutzungsbedingungen
Zuletzt aktualisiert: 22. Oktober 2026
1. Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) gelten für die Nutzung des MrUpsell-Hubs (mrupsell.com), des MrUpsell-WooCommerce-Plugins und der MrUpsell-Shopify-App (gemeinsam „Dienst“) durch Händler („du“, „Händler“). Anbieter ist die FM2 network GmbH, Heuweg 10, 8041 Graz, Österreich („MrUpsell“, „wir“). Der Dienst richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 1 KSchG bzw. § 1 UGB. Abweichende Bedingungen des Händlers werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn wir ihnen nicht ausdrücklich widersprechen.
2. Leistung
MrUpsell zeigt Kunden eines Shops nach dem Kauf auf der Bestellbestätigungsseite zeitlich begrenzte Zusatzangebote („Upsells“) an, die mit einem Klick über die vom Kunden bereits freigegebene Zahlungsmethode abgerechnet werden. Der Händler konfiguriert Regeln, Angebote und Design im Plugin bzw. in der App; der Hub stellt das Händler-Dashboard, die Abrechnung, Statistiken und Updates bereit. Wir entwickeln den Dienst laufend weiter und können Funktionen ändern oder ergänzen, solange der Kern der Leistung erhalten bleibt.
3. Konto und verbundene Shops
Für die Nutzung ist ein MrUpsell-Konto erforderlich. WooCommerce-Shops werden per Ein-Klick-Verbindung aus dem Plugin, Shopify-Shops automatisch bei der App-Installation mit dem Konto verbunden; die Anzahl der Shops ist nicht begrenzt. Du bist für die Geheimhaltung deiner Zugangsdaten und der deinen Shops zugeteilten Geheimnisse verantwortlich und haftest für alle Handlungen, die über dein Konto erfolgen. Du sicherst zu, dass die bei der Registrierung gemachten Angaben, insbesondere die Rechnungsdaten, richtig und vollständig sind.
4. Entgelt und Abrechnung
Es gibt keine Grundgebühr und kein Abonnement. MrUpsell erhält einen Umsatzanteil („Revenue Share“) von 3 % des Netto-Upsell-Umsatzes, der über den Dienst erzielt wird. Netto-Upsell-Umsatz ist die Summe der über MrUpsell angenommenen Upsell-Bestellungen (inklusive der vom Endkunden gezahlten Umsatzsteuer und Versandkosten der Upsell-Bestellung) abzüglich der an Endkunden erstatteten Beträge. Für WooCommerce-Shops gilt:
- Die Abrechnung erfolgt wöchentlich, jeweils am Montag für die Vorwoche, durch Rechnungsstellung über unseren Zahlungsdienstleister Stripe und automatische Abbuchung von der im Dashboard hinterlegten Zahlungsmethode (Karte oder PayPal).
- Eine gültige Zahlungsmethode ist Voraussetzung für die Ausspielung von Angeboten. Ohne hinterlegte Zahlungsmethode werden keine Upsells angezeigt. Wird die Zahlungsmethode entfernt oder schlägt eine Abbuchung endgültig fehl, können wir die Ausspielung bis zur Zahlung aussetzen.
- Rechnungsbeträge unter 1 € werden in die folgende Abrechnungsperiode übertragen. Erstattungen, die nach der Rechnungsstellung erfolgen, werden mit der nächsten Rechnung gutgeschrieben.
- Alle Entgelte verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Für Händler mit Sitz in Österreich sowie für Händler in anderen EU-Mitgliedstaaten ohne gültige, im Dashboard hinterlegte UID-Nummer wird die österreichische Umsatzsteuer von derzeit 20 % verrechnet. Für Händler in anderen EU-Mitgliedstaaten mit gültiger UID-Nummer geht die Steuerschuld auf den Leistungsempfänger über (Reverse Charge, Art. 196 MwSt-Systemrichtlinie). Händler außerhalb der EU erhalten Rechnungen ohne österreichische Umsatzsteuer.
- Rechnungen werden elektronisch im Dashboard bereitgestellt und an die Rechnungs-E-Mail gesendet; der Händler stimmt der elektronischen Rechnungsstellung zu.
Für Shopify-Shops wird der Revenue Share als nutzungsbasierte Gebühr über Shopify Billing gemäß den bei der Installation genehmigten Bedingungen abgerechnet; die Rechnungsstellung erfolgt durch Shopify.
Startangebot: Für Upsell-Bestellungen, die in den ersten 30 Tagen bezahlt werden, fällt kein Revenue Share an. Die Frist beginnt bei WooCommerce mit der Verbindung des ersten Shops mit deinem Workspace, bei Shopify mit der Installation der App, und wird je Workspace bzw. Shop nur einmal gewährt. Die Pflicht zur Hinterlegung einer Zahlungsmethode (WooCommerce) gilt auch während des Startangebots.
Grundlage der Abrechnung sind die vom Plugin bzw. von Shopify gemeldeten Upsell-Bestellungen. Der Händler ist verpflichtet, die Meldung nicht zu unterbinden oder zu manipulieren. Bei Verstoß sind wir berechtigt, den Revenue Share anhand anderer verfügbarer Daten zu schätzen, nachzuverrechnen und den Zugang zu sperren. Einwände gegen eine Rechnung sind innerhalb von 14 Tagen nach Zugang schriftlich geltend zu machen; danach gilt die Rechnung als anerkannt. Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugszinsen nach § 456 UGB.
5. Pflichten des Händlers
- Du bist allein verantwortlich für die Rechtmäßigkeit deiner Angebote, Preise, Produktangaben und Kommunikation gegenüber deinen Kunden, insbesondere nach Verbraucherschutz-, Fernabsatz-, Preisauszeichnungs- und Steuerrecht.
- Du stellst sicher, dass die Abbuchung von Upsells über die bestehende Zahlungssession deiner Kunden nach den Bedingungen deines Zahlungsdienstleisters zulässig ist und deine Kunden vor der Annahme eines Angebots klar über Preis und Zahlungspflicht informiert werden.
- Du hältst die Bedingungen von WooCommerce, WordPress, Shopify, Stripe, PayPal und deiner sonstigen Dienstleister ein.
- Du verwendest den Dienst nicht für rechtswidrige, irreführende oder gegen die guten Sitten verstoßende Angebote und greifst nicht in die Sicherheit oder Integrität des Dienstes ein.
6. Verfügbarkeit, Support und Änderungen
Wir bemühen uns um eine hohe Verfügbarkeit des Hubs, schulden jedoch keine bestimmte Verfügbarkeit. Wartungsarbeiten kündigen wir nach Möglichkeit an. Das Plugin arbeitet auch bei vorübergehender Nichterreichbarkeit des Hubs mit dem zuletzt bestätigten Status weiter. Support erfolgt per E-Mail an info@mrupsell.com zu üblichen Geschäftszeiten. Wir dürfen den Dienst weiterentwickeln, einzelne Funktionen ändern und Plugin- bzw. App-Updates bereitstellen; du bist für die zeitnahe Installation von Updates verantwortlich.
7. Nutzungsrechte
Du erhältst für die Dauer des Vertrags ein einfaches, nicht übertragbares Recht, das Plugin bzw. die App in deinen Shops zu nutzen. Das WooCommerce-Plugin wird unter der GPL v2 oder später bereitgestellt, soweit dies durch WordPress vorgegeben ist; dies berührt nicht die Entgeltpflicht für die Nutzung des Hubs. Alle Rechte an der Marke MrUpsell, dem Hub und den Inhalten verbleiben bei uns.
8. Gewährleistung und Haftung
Der Dienst wird in dem Zustand bereitgestellt, in dem er sich befindet. Wir haften unbeschränkt für Schäden aus Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie für Personenschäden. Bei leichter Fahrlässigkeit haften wir nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und der Höhe nach begrenzt auf die Summe der von dir in den zwölf Monaten vor dem schädigenden Ereignis an uns gezahlten Entgelte, höchstens jedoch 10.000 €. Die Haftung für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden, Folgeschäden und Datenverlust ist bei leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Für Rückbuchungen, Streitfälle oder Gebühren deines Zahlungsdienstleisters im Zusammenhang mit Upsell-Bestellungen haften wir nicht. Zwingende gesetzliche Haftungsbestimmungen bleiben unberührt.
9. Datenschutz
Die Verarbeitung personenbezogener Daten ist in unserer Datenschutzerklärung beschrieben. MrUpsell erhält keine personenbezogenen Daten deiner Endkunden; sollte im Einzelfall eine Auftragsverarbeitung erforderlich sein, schließen wir auf Anfrage einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO.
10. Laufzeit und Beendigung
Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Du kannst ihn jederzeit beenden, indem du deine Shops trennst, das Plugin deaktivierst bzw. die App deinstallierst oder dein Konto löschst. Bis zur Beendigung entstandene Entgelte bleiben zahlbar und werden mit der nächsten Abrechnung eingezogen. Wir können den Vertrag mit einer Frist von 30 Tagen kündigen und bei schwerwiegenden Verstößen gegen diese AGB, insbesondere bei Manipulation der Umsatzmeldung oder Zahlungsverzug trotz Mahnung, den Zugang mit sofortiger Wirkung sperren.
11. Änderungen dieser AGB
Wir können diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, insbesondere bei Änderungen der Rechtslage, des Leistungsumfangs oder des Abrechnungsmodells. Änderungen kündigen wir mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail an. Widersprichst du nicht innerhalb dieser Frist oder nutzt du den Dienst nach Inkrafttreten weiter, gelten die geänderten AGB als angenommen; auf diese Folge weisen wir in der Ankündigung hin.
12. Schlussbestimmungen
Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts und der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts. Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist das sachlich zuständige Gericht in Graz, Österreich. Erfüllungsort ist Graz. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt; an die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzlich zulässige Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt. Bei Abweichungen zwischen der deutschen und der englischen Fassung dieser AGB ist die deutsche Fassung maßgeblich.